Sunday, August 18, 2013

Berlin du bist so wunderbar

Am 21.6. war es dann soweit, von Bangkok survanubumi ging es straight nach Stockholm und 3 Stunden später stand ich bereits am Schönefelder Flughafen, verrückt. Ich war euphorisch wieder hier zu sein , wollte am besten allen erzählen wie toll es ist, wieder Berlin zu sehen. Auch die gewohnt grimmigen Blicke konnten meine gute Laune nicht im Wege stehen. Ich setzte mich mit Null Euro und leichtem SchwarzfahrHerzklopfen in die S-Bahn Richtung F-Hain. Da mir viele schon von den verschärften Kontrollen bei den Öffentlichen erzählt haben, wollte ich meinen Einstand natürlich nicht unbedingt mit einem Bußgeld feiern. Es war 21Uhr als ich die Brücke mit der Ringbahn hinterm Treptower Park in Richtung Ostkreuz überquerte. Die Sommersonne ging hinterm Fernsehturm unter und das ganze Szenario zauberte mir ein breites Lächeln auf die Lippen. Da ich mein schwarzfahrglück erstmal nicht überstrapazieren wollte und ich ready für ein Spaziergang durch den Kiez war, stieg ich am Ostkreuz aus und lief in Richtung Boxhagener Platz. Harte Gitarren Sounds schallten mir schon von weitem entgegen, es ist Freitag und die Fete de la Music war im vollen Gange. Mit ein wenig Glück sollte ich hier dem ein oder anderem Homie in die Arme laufen, dachte ich mir. Ich checkte die crowd vor der Bühne, doch die Band die gerade ihren Auftritt absolvierte, war jetzt nicht gerade der Geschmack unter dem ich die Gesuchten vermuten kann. Kurze Zeit später erspähte ich mit etwas Blick jedoch die fast komplett versammelte Genthiner Szene. Es war ab jetzt eher wie ein Film und ich sah mich aus leichter Vogelperspektive, die nichts ahnenden Sternburgcrew überraschen. Große Augen, wtf und Gruppenkuscheln waren das Ergebnis einer gut 3tage langen undercover Reise aus dem Jungle Thailands. Ich kann jetzt mit recht behaupten, dass es für den Übergang von "ungewohnt euch zu sehen" bis "war ich eigentlich weg?" nicht mehr als 5 Minuten bedarf. Aber es ist gerade der Gewohnte und Beständige Umgang sowie Trashtalk mit Alten Freunden, den man nach einer Zeit voller oberflächlicher Traveltalks und Vorstellungsrunden vermisst. 

Mit dem Sternburg in der Hand war es dann auch ein fließender Übergang in die erste Demo vom boxi aus in Richtung Simon-Dach-Straße, die Sounds wummerten von den Wagen aus und nach einem Karree im Kiez waren wir wieder dort angekommen, wo wir gestartet sind. Auch Nina kreuzte noch auf (natürlich hat sie es geahnt ;) haha) und Madlen überraschte ich als schlafende Halluzination, nachdem sie aus dem about blank gestolpert kam, auf der Couch Martens. Es hätte kurzum nich besser laufen können und der dickste Knutscher fehlte ja noch. Am nächsten Tag geht's dann nach Genthin, es ist Samstag und Mutti ist wie zu erwarten zu Hause. Ich schicke Martin mit einem Vorwand vor und schleiche mich in durch die noch offen stehende Tür. Was soll man groß sagen, die überraschungs  Familienzusammenführung nach gut 13 Monaten verläuft wie zu erwarten mit großen Augen und engen Umarmungen, ich glaube Mutti hat sogar vor Aufregung die obligatorischen Tränen vergessen, dafür gabs was mir viel besser gefallen hat, endlich Spargel, Kartoffeln und Sauce Holaundaise. Auch Opa erkennt mich wieder, nachdem er die letzen Wochen wieder mal eine harte zeit durch gemacht hat. Er sieht gut aus. Ich verbringe die nächsten Tage und Wochen viel in Berlin, wir spielen in der Sommersonne Tischtennis am Ostkreuz und checken hier und da mal die Berliner Partyszene. Ich mache auch noch einen kleinen Süddeutschland Abstecher per Anhalter. Auch Sven bekommen wir zum laufen nach anfängliche Schwierigkeiten mit fest gegammelter Bremse, doch der 6-Zylinder bringt uns ohne weitere Probleme die gut 1000km zum fluff nach Tschechien und zurück. Madlen zieht kurz vor Schluss noch um und so sitze ich am letzten Abend, nach einem Abendessen mit den Liebsten, mit weichen Knien in ihrer neuen Rumpelkammer in Neukölln. Ein Sommer in der Heimat ist wie gehabt unschlagbar und erst zu hause bekam ich nach diesen Tagen Heimweh. Der Flug ging am nächsten Tag von Frankfurt nach Bombay und da ich zuvor gute Erfahrungen mit dem trampen Richtung Süden gemacht habe, stell ich mich gegen Mitternacht des Vortages an die Raststätte Nicolassee. Danke fürs Händchen halten am letzten Abend an Nina und danke an Thomas den Caddy Fahrer der mich nach einer guten Stunde voller stranger Gedanken in Richtung A9 mitgenommen hat. Es wird mit jedem Meter wieder besser, soviel kann ich sagen. Ich war ziemlich schnell hinter Leipzig und gönnte mir sogar eine kleine Schlafpause in der Rakete eines Rasthofspielplatzes.







  




Tuesday, August 13, 2013

The Thai hippies in Pai


Nachdem wir Vietnam verlassen haben und wieder sanft in Thailand mit einem kostenlosem 30tages visum gelandet sind, kann ich die Sache jetzt bis zur Heimreise am 21.Juni ganz ruhig angehen. Ehrlich gesagt war meine Motivation zu Reisen auch eher mittelprächtig nachdem Lauren Bangkok in Richtung Seattle verlassen hat. Da es mich immer noch nicht unbedingt in den teuren Ferientouristischen Süden zieht, steige ich in den Zug nach Norden. Eine bereits bekannte Strecke, hab ich doch die 18 Stunden nach Chiang Mai bereits im letzten Jahr mit Martin abgesessen. Auf langen Strecken schwirren einen Tausende Gedanken durch den Kopf, man sitzt am Fenster, draußen ziehen Landschaft und Weiten an einem vorbei und ohne einen Flug nach Hause hätte ich mich jetzt wahrscheinlich ziemlich orientierungslos gefühlt. 
Ein nicht-asiatisch aussehender Monk setzt sich auf die Vierer Bank neben mir. Er hält eine Konversation mit jemanden, der nicht da ist. Der hellhäutige Buddhist trägt das typische orangene Tuch, spricht englisch und hat eine dieser aus vollglass bestehende Brille, sie ist mit Gummibändern am Kopf fixiert, wie man sie aus dem Sportbereich kennt. Ich schiele immer wieder rüber, sein verhalten ist ziemlich verwirrend und gipfelt in einer Schokoladenriegel Session. Er muss ein Amerikaner sein. Ein thai Monk winkt ihm, in der Zugtür stehend, zu sich. es scheint als ob sie zusammen reisen. Der ami vertröstet den Monk, da er seine imaginäre Konversation noch beenden muss. Er fährt mit seinem Gespräch fort, empfängt immer wieder fragen die er mit einem ja oder nein beantwortet. Ich feier die Situation innerlich bereits und überlege jetzt wie man ihn am besten anspricht. "You wanna some bananas?" Ich reiße ihm zwei von meinem Strauch ab und reiche ihm sie. Wir kommen ins Gespräch. Er ist Amerikaner und reist bereits eine Weile in Thailand, doch so richtig kommt man nicht an ihn ran da er viel zu sehr mit sich selber beschäftigt ist. Er packt seine Zahnbürste aus, die so aussieht als ob man Bahnhof Zoo damit gebürstet hat, die einzelnen Borsten schauen bereits in einem 180 grad Winkel nach unten, man konnte sagen die Zahnbürste besitzt einen Mittelscheitel. Der Zugbegleiter betritt das Abteil um die Tickets zu kontrollieren, doch zuerst weist er dem Ami energisch darauf hin wieder die Brust mit dem Tuch zu bedecken. Ein faux pas das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Ein Ticket hat er nicht, doch da der Bahnangestellte, der wohl keine Lust auf weitere Diskussionen hat, geht einfach seines Weges. Ein paar Minuten später passieren zwei Polizisten den Wagon, der Amimonk springt auf und steht nun im Gang, sich an den Gepäckregalen haltend. Dieses Verhalten erschließt sich für mich erst zu einem späteren Zeitpunkt, als mir ein Thai mitteilt, dass die Zugfahrt kein Geld kostet, wenn man auf der Reise ausschließlich steht und kein Platz nimmt. Unser Zugabteil ist zudem jedoch noch gähnend leer und der Trick fühlt sich eher schon lächerlich an. Er steigt ein paar Station später aus, nachdem er mir noch seine Internetadresse gegeben hat. 
Ich erreiche den Bahnhof von chiang Mai am frühen Vormittag und versuche gleich im Anschluss zum Busbahnhof zu gelangen um die Reise in Richtung Pai fort zu setzen. Ich gehe die 4 Kilometer zu Fuß und catche noch den letzen Minibus in das kleine hippie Bergstädtchen. Wir schlängeln uns ca. 3 Stunden auf der gut ausgebauten Straße durch den Jungle. Man würde nach dieser Bergtour nie vermuten, dass es hier noch ein so gut entwickeltes Städtchen gibt, doch die ersten Hippies kamen hier vor gut 30 Jahren und da es heutzutage sogar die chinesische Rollkofferbrigaden her schaffen, bleiben die ein oder anderen Resorts nicht aus. Das was den Charme Pai's ausmacht, kann aber auch durch die touristische Überentwicklung nicht getrübt werden, wenn man erstmal in die bunte, musikalisch einzigartige shanti Atmosphäre eingetaucht ist. Es Bedarf natürlich einiger Zeit um Locals sowie die richtigen Spots zur richtigen Zeit kennen zu lernen. Doch wenn man diese Hürde gepackt hat und sich schon selbst wie ein Dorfbewohner fühlt, ist es meist nur das Thai-visa, dass den Abschied markiert.
Ich laufe durchs Dorf, auf der suche nach einem guesthouse in dem ich in den drei Wochen bis zum Abflug arbeiten kann und stoße abseits von der walking-Street auf eine große Wiese. Es stehen zwei riesige Bambushütten und eine Bar mit großen Pilz ähnlichen Dächern darauf. Die chillige elektronische Musik zieht mich zu der kleinen Traube von Thais vor der Bar. Es ist ihre Eröffnungsfeier und ich kann gerne für Unterkunft und BBQ am Abend arbeiten sagen sie. In bin nicht allein, denn auch cloe, ein kurzhaariger Rotfuchs aus Down under macht für hier und da ein Handschlag für die Jungs. So steh ich also gut 30 Minuten nach Ankunft bereits mit flyern in der Hand auf der walking Street um Gäste einzufangen. Das BBQ ist heute kostenlos und somit ist es nicht schwer 2 Dutzend Leute zusammen zu bekommen um meine neuen Arbeitgeber glücklich zu machen . 
Ich checke danach die Unterkunft in den riesigen Bambushütten und suche mit ein Bett in dem aus umgeschnittenen Blätterbaumholz gefertigten Doppelstockbetten. Die nächsten Tage und Wochen verlaufen ziemlich identisch, morgens geh ich zu dem besten Nudelsuppenstand den ich finden konnte und genieße meine Abhängigkeit zu diesem einzigartigem Frühstück. Danach gehe ich ab und zu zum Morningmarket um Bananen und Mangos zu kaufen. Ich finde eine Lady die ihre süßen kleinen Mangos für 25 Cent das Kilo verkauft. Sie verleitet mich mit ihrem Angebot zu einem übermäßigem Verzehr versteht sich. Man streunt danach so durch die Straßen und die backpacker sammeln sich am frühen Nachmittag dann meist an einem der größten Wasserfälle in der Nähe. Ich verzichte darauf mir einen Roller oder Fahrrad zu mieten und schwing mich meist auf einen der freien Plätze als Sozius. An der Stelle sind wir auch bei einem absoluten Problem Pai's, denn einfach jeder fährt hier Scooter, egal ob man bereits Erfahrung gesammelt hat oder nicht. Ich lasse die Führerscheinfrage sogar noch außen vor. Ergebnis von kurvenreichen Routen, Alkohol und Selbstüberschätzung sind am Ende natürlich Unfälle am laufenden Band. Gestern hat man die fröhlichen Neuankömmlinge noch quick lebendig gesehen und am darauf folgenden Tag laufen sie rum wie Tut ench Amun, ein Bild zuverlässig wie das erste Bier um 18Uhr.
Pai ist Party, wenn man will jeden Abend. Es gibt unzählige Bars mit Musikstilen die jeden Geschmack bedienen. Mein Favorit wird die "blah blah" Punk-Bar mit "Key" hinterm Tresen. Der blaue gefärbte Iro des Thais passt genauso ins Bild, wie die "Ton Steine Scherben" Songs ("Keine macht... dadadada.. für niemand!) jeden Abend. Wir werden Kumpels und spätestens als er mir sein Schengen-visa über den Tresen reicht, ist klar das wir uns hier in Thailand nicht zum letzten mal gesehen haben, denn sein Flug nach Deutschland geht nur 3 Tage nach meinem Termin. Er hat Freunde im besetzten Haus in der Köpenicker Straße und wird wohl einige Zeit in Berlin verbringen. Es gibt aber auch noch weitere unglaublich interessante Bars, darunter das edible Jazz und eine unglaubliche Live Bar mit einzigartig talentierten jungen Thai Musikern. Sie spielen von Hendrix bis Eagles alles was das Classic and 70s Rock Herz begehrt. 
Mit den Langezeit Farangs (thailändisch: Foreigner) hat man bereits eine kleine Familie gebildet, zieht von bar zu bar und freut sich von Tag zu Tag sich zu sehen. Man trifft in Pai auch interessante Aussteiger, die die nicht jeden Abend eine Minderjährige mit nach Hause nehmen wie in Pattaya.  
So laufen die Tage dahin und der Countdown tickt für mich von Nudelsuppe zu Nudelsuppe lauter. 
Ich bin um so mehr aufgeregt, da niemand mit mir in der Heimat rechnet.. Klar will ich die Bombe endlich platzen lassen. Es macht sich jedoch nicht nur bei mir eine gewisse Aufbruchstimmung bemerkbar, auch Jemma, Josh und cloe (Bild) mit denen ich mich schon wie alteingesessene fühle, werden Pai demnächst verlassen. 
Zwei Tage vor meinem Abflug machen wir uns dann gemeinsam auf den Weg, Jemma (goldcoast/down under) will die Junglestrasse in Richtung Chiang Mai Hitchhiken, somit stehen Sie, Josh (auch aussie) und Ich am  Morgen bereits an der Hauptstraße. Cloe ist von einem Local schwanger und es Bedarf noch ein Tag des Gesprächs mit dem Jamaikaner. Sie hat sich nach langem hin und her dafür entschieden in Australien abtreiben lassen. 
Wir werden nach gut einer Stunde aufgelesen und finden uns nach gut einer stunde auf der Ladefläche eines Pick-up Trucks wieder, der uns die gesamte Strecke nach Chiang Mai mitnehmen wird. Wir Crushen das Appartement eines Freundes für einen Tag und nehmen am Nachmittag den Zug zurück nach Bangkok.
Mimi ist Zuhause und nimmt mich noch für eine Nacht auf, der perfekt Spot um pünktlich am nächsten Tag zum Flughafen zu gelangen. 







Key an der Oberbaumbruecke/ Berlin








Monday, August 12, 2013

Flashback India

Der Internetfund des Monats ging im Juni übrigens an eine Freundin Lauren's, die auf eine Webpage eines Fotographen dieses Bild fand. Wir haben wahrscheinlich nicht einmal bemerkt, dass wir hier in Udaipurs Straßen fotografiert wurden. 
Er beschrieb uns übrigens als: "ridiculously photogenic" haha okay ich komm wieder runter..

Thursday, August 8, 2013

Cat Ba and Sapa



Wir verbringen die Tage auf den Straßen Hanois und warten eigentlich nur auf dem Moment an dem die ersten Bierfässer angezapft werden. Die Plastikstuhl Kolonien sind schnell besetzt und es wird gesnackt, gelacht und angestoßen. Ein guter Mix aus Travellern und Locals paart sich ab 4 Uhr mit asiatischer Biergartenstimmung in den vielen Gassen der Altstadt. Hanoi ist für die meisten nur ein kurzer stop. Die Ströme der Backpacker gehen von hier aus dann hauptsächlich in zwei Richtungen. Zum einen an die Küste zu den Kalkstein Gebilden der Halong Bay oder in den etwas kühleren und bergigen Norden. Unweit der chinesischen Grenze liegt Sapa ein abgeschiedenes aber touristisch erschlossenes Bergdorf. Wir können ein wenig Abkühlung gebrauchen, denn in Hanoi klettern die Thermometer in diesen Monaten an ihr Maximum. Unsere 12 stunden Zugfahrt startet am späten Abend und wir bereuen schon schnell die unterste Klasse gewählt zu haben. Die Holzsitze sind nur schwer zu ertragen, doch als ich es mir in der nacht mit den anderen Vietnamesen auf dem Boden gemütlich mache, bekomme ich doch noch eine Mütze voll Schlaf. Wir erreichen Sapa am frühen Morgen und finden ein nettes kleines Zimmer mit Blick über die Stadt. Wir bleiben einige Tage, mieten uns für einen Rundblick einen Roller und trinken am Nachmittag Bia Hoi.  
Es sind nur noch wenige Tage bis wir zurück in Bangkok sein müssen und Laurens Flieger zurück in die Staaten geht bereits in einer guten Woche. Über Hanoi fahren wor mit dem Bus und dem speedboot zu unser letzter Spot in Vietnam. Cat Ba Island ist nur wenige Kilometer von der weltberühmten Halong bay zu finden. Hier findet man immer noch die Phantasielandchaft der Kalksteinformationen, jedoch mit wesentlich weniger Tourismus. 















Wednesday, May 29, 2013

Vietnam

Die Tage am Otres Beach fliegen dahin und man kommt dank ausreichender Entfernung zum Serenipity-Partybeach auch nicht in eine Gesundheitserhaltende Aufbruchsstimmung, an die ich mich beim letzten Aufenthalt mit Martin noch gut erinnern kann. Trotzdem haben wir natürlich die ein oder andere 25cent-Bier-happy hour mittgenommen. In Südostasien ist es ist nicht immer ganz einfach eine Nuance Pauschaltourismus zu umgehen. Vielleicht wird's in Vietnam ja ein wenig anders und da unsere Visa bereits laufen, können wir uns davon jetzt auch selbst überzeugen. Am letzten Abend in cambodia gibt es noch eine kleine Familienfeier rund um die Bungalows, bei der wir auch noch in die eigenwillige Methode einweiht werden, Krebse zu fangen. Sie spicken den Köder mit Grass, weed oder auch Cannabis genannt. Die Schalentiere lieben es und sie uns den Effekt am lebenden Beispiel bei den heute gefangenen Exemplaren. Er hebt sie aus der kleinen Badewanne ohne dass sie zappeln oder ein Anzeichen von Abwehr zeigen, nur langsame entspannte Bewegungen sind zu erkennen. Zum vergleich beobachten wir das Verhalten cleaner Krebse, der Unterschied ist verblüffend eindeutig. Mit dieser Anekdote verabschieden wir uns am nächsten Tag von cambodia, denn wir nehmen am nächsten Tag den Bus direkt nach Ho chi Minh City/Vietnam. 
Roter Stern  auf Spinat-farbend Grün, so sieht der Kommunismus in Uniform aus. An der Grenze läuft alles etwas schleppend ab, doch im Endeffekt unkompliziert dank vorher beantragten Visum. Von der Grenze aus sind es nochmal gut 3 Stunden bis ins ehemalige Saigon oder auch Roller und Smoghauptstadt Asiens will ich behaupten. Wir finden ein nettes guesthouse rund um dem Tourihotspot und die erste Phó (Nudelsuppennationalgericht) lässt auch nicht lange auf sich warten. Eine kräftige Brühe mit flachen Reisnudeln, Schnittlauch, ein wenig Gemüse und wahlweise fried Tofu, chicken oder beef. Ein Löffel MSG ist meist schneller drin als man 'gesundheitsgefährdend' sagen kann. Doch das ist schnell vergessen, denn man kann mit Hilfe von Sojasoße, Chilis, Knoblauch, Pfeffer und fruchtigen Limetten seinen persönlichen Geschmack finden, der dann auch noch verstärkt ist.
Was macht man in HCM sonst neben Nudelsuppen schlürfen? Das warmemorial Museum ist wohl einer der eindrucksvollsten Wege die Geschehnisse rund um den Vietnam-Krieg ins Gedächtnis zu rufen und über viele Fragen bzw. Mythen noch einmal aufgeklärt zu werden. Das Museum ist eine Sammlung aus Reliquien seiner Zeit wie zum Beispiel Waffen, Fahrzeuge und Poster von Solidaritätsbekundungen sämtlicher Staaten der Welt, ganz vorne an natürlich die DDR.  Aber vor allem aus den Fotos und Berichten freier Journalisten wird das wahre Bild des Krieges ungeschönt beschrieben. Zum großen Teil haben sie für ihre Recherche ihr Leben gelassen. Sie zeigen vor allem das abschlachten der Zivilbevölkerung. 4millionen tote Vietnamesen stehen am Ende 60.000 Amerikanischen Soldaten gegenüber. Es wird ebnso die Nachkriegszeit betrachtet, sowie die Effekte und Spätfolgen Agent Orange's. 
Als wir die traurige aber klimatisierte Vergangenheit wieder verlassen suchen wir uns am Nachmittag Abkühlung in einem absolut zu empfehlenden Spassbad unweit dem Zentrum. Am nächsten Abend treffen wir uns mit Lu die uns über cochsurfing auf ein paar drinks eingeladen hat. Kommen wir zum absoluten Highlight Vietnams. Es wird Bier vom Fass auf den Straßen gezapft, dazu gibt es snacks wie fried Tofu, Fleisch im Bananenblatt oder gekochte Erdnüsse. An diesen festen Bestandteil am Feierabends eines Vietnamesen gewöhnen wie uns ziemlich schnell. (1 Glas 19cent ohne Kopfschmerzen am Morgen). Trotzdem können wir uns erstmal für keine weitere Aktivität in der Metropole begeistern, außerdem sind es bis Hanoi noch gut 1800km und wir wollen es in 3 Wochen noch ein wenig nördlicher schaffen. Es gibt mehrere Möglichkeiten Vietnam zu bereisen, mit dem Zug, Bus oder mit dem Motorrad. Da Motorrad durch Zeitmangel ausfällt und die Züge unverhältnismäßig teuer sind entscheiden wir uns für den Bus.  Der Open Bus verbindet Ho chi Minh mit Hanoi und es gibt Angebote für 25 Euro die es einen ermöglichen an mehreren Orten einfach halt zu machen und die Reise an einem beliebigen Tag fortzusetzen.
Die erste Etappe ist Nah Trang und wir nehmen den Nachtbus nachdem wir uns in Mekongdelta noch ein wenig umgeschaut haben. Der Bus ist luxuriös und man hat im Gründe genommen ein ganzes Bett für sich allein. Wir unterhalten uns kurz mit einem neben uns sitzenden "Thai aus Chiang Mai", der auch auf dem Weg nach Norden ist. Ich schlafe ein, wache auf, er weg, Laptop weg, Kameras weg. Schlechte Stimmung.
Ich sitze mit angezogenen Beinen auf meinem Sitz. Hilflos und ohnmächtig gehe ich die Sache wieder und wieder durch. Aber was nützt es? Wir erreichen nah Trang am Nachmittag und entscheiden uns für eine eigentlich hoffnungslose Aktion nochmal in den Ort zurück zu fahren in dem wir den Dieb vermuten. Wir drucken Flyer und locken mit harten Dollars, doch es gibt keine Resonanz. Lauren ist großartig, ihr psychologischen Fähigkeiten und ihr Wesen holen mich von Zeit zu Zeit von meinem " Dark Spot" weg. Nebenher lese ich eine Buddhismus- Einführung auch die hilft. 
Zurück auf unserer Route geht es nach Hoi an. Portugiesen und Franzosen machten hier ihre ersten Schritte in Asien, die Kolonialisierung griff und zurück blieb ein einmaliger Ort, der europäische und Asiatische Stile miteinander verknüpft wie ich vorher noch nie gesehen hab. Wir sind verliebt, es ist so nett das es fast schon wieder kitschig ist. Abends leuchten Hunderte Lampions in Bäumen und an Brücken. Teelichter schwimmen im Fluß und Touristen sowie einheimische bilden ein Ensemble aus geschmeidig cruisenden Fahrradfahrern. Alles motorisierte ist aus dem kleinen von Schneidereien bestimmten  Zentrum verbannt. Doch wir suchen auch die dreckigen Ecken Hoi an's, denn wir sind immer auf de Suche nach interessantem Streetfood. Die Küche hier ist frisch, Salate werden mit Nudelgerichte verbunden und Wraps aus luftig leichten Reispapier gedreht. Die leichte Küche Hoi an s ist vorzüglich. Nach 3 Tagen denken wir alles gesehen zu haben und skippen beim auf unserem Weg nach Norden  hue und um noch mehr Zeit im Norden zu haben. Wir erreichen Hanoi am frühen Morgen, wobei das relativ ist, Sachsen Anhalt sieht als Land der Frühaufsteher hier mal ganz alt aus. Gegen 4:30 zieht es die ersten senilen und jungen Sportler nach draußen, ein unglaubliches Aufgebot an Sport begeisterten Vietnamesen macht die Morgenstunden zum Wettlauf, auch um die Nudelsuppen Stalls die gegen 5:30 bereits aus allen Nähten platzen.  



Sunday, May 5, 2013

Bedbugs and Paradise

Am nächsten Morgen ist immer noch keine Spur vom Raffi Ösi, hat Bangkok ihn jetzt? Sein Flug geht in wenigen Stunden, hoffen wir mal das Beste. Ich packe erstmal, denn morgen ist der letzte Tag meines Visums in Thailand. Mit dem Zug soll es in Richtung Osten gehen, wir wollen das Land nach Cambodia verlassen um in der Hauptstadt ein Visum für Vietnam zu beantragen.

random Khaosan victim
Als ich mir den Rucksack auf den Rücken schnalle betritt Raffi das Zimmer, Mimi stellt sich tot und ich hab jetzt auch keine Zeit die Details seiner Nacht weiter zu eroertern, auch wenn mich der Ausgang seines Abends natürlich interessieren würde. Vielleicht ist die Selbsterkenntnis ja auch erst am Flughafen in Wien gekommen, als seine Freundin über seinen Abschlussabend wissend, mit der Schnitzelwalze winkend auf ihn zu gerannt ist. Mimi schwieg über ihre nächtlichen Nachrichten in die Alpen, so viel ist sicher.
Ich verabschiede mich erstmal wieder von meiner Gastgeberin und lasse eine grosse Tüte mit Sachen aus Nepal und Dingen die ich lange nicht mehr berührt habe zurück. Je leichter man packt, desto weniger schwer muss man wuchten. Immer die vorbildliche 5 Kilo Reisehandtasche des Franzosen im Blick, den wir in Darjeeling kenne gelernt gaben. Mit dem Jutebeutel um die Welt und nicht nur der Warschauer entlang.
Lauren kommt gerade aus Kanchanaburi, dass ca. 3 Stunden von Bangkok entfernt ist und mit einem 6-step-waterfall viele Touristen für einen kleinen Ausflug lockt. Wir treffen uns am Bangkoker Hua Lamphong Hauptbahnhof und buchen Tickets zur kambodschanischen Grenzstadt Poi Pet. Mit dem Wissen, dass man an den Übergängen nach Cambodia nie ohne Schmiergeld oder extra Gebühr davon kommt, setzten wir uns mit leichter Aufregung am nächsten Morgen um 6 Uhr in den Zug. Das Auschecken aus Thailand verläuft gewohnt organisiert und professionell, doch ich freue mich schon jetzt mal wieder in ein Land zu gehen in dem bekannter massen nicht alles so geradlinig abläuft. Denn nur mit ein wenig Korruption auf den richtigen Ebenen, nämlich den unteren Ebenen kommt doch erst ein wenig Flair auf. Ein bisschen wild Life darf's dann schon sein, auch wenn Indien erstmal unerreicht bleibt im positiven sowie im negativen. Thailand und vor allem Bangkok ist schon ziemlich in Fahrt und die wirtschaftliche Entwicklung sowie der Lebensstandard ist in vielen Bereichen wesentlich ausgeprägter und spürbarer besser als in vielen Staaten der EU. Sie nehmen Platz 32. im BIP-Chart von 2012 ein und mit einer 6,5%igen Steigerung ist Thailand einer der Topwinner des vergangenen Jahres.
Kambodscha ist was den Tourismus angeht immer noch im Wachstum, neben dem Weltwunder Angkor Wat, faengt vor allem die Hauptstadt Phnom Penh einiges an Touristen ab. Wir werden erstmal an der Grenze abgefangen, denn ohne Ankunftsvisa geht es hier nicht weiter. Die Gebühr betraegt 20$ für ein 30 tägiges Visum. Doch als der kambodschanische Beamte zusätzliche Gebühren 3.50$ ohne ersichtlichen Grund haben möchte, sträube ich mich erstmal dagegen. Doch der Einwand ist nicht von langer Dauer, als er mir nach ein wenig hin und her den Weg zur Tür weist. Nachdem dann noch alle Fingerabdrücke die ich besitze digital erfasst worden sind, haben wir den Grenzübertritt geschafft und steigen wenig später in einen Bus nach Phnom Penh.
Am nächsten Tag sind wir schon früh an der vietnamesischen Botschaft um ein Visum zu beantragen. Vietnam ist das teuerste Visum denn für die 30 Tage, man muss hier satte 60$ bezahlen um das Land zu betreten. Doch zumindest arbeiten die Offiziellen hier ziemlich schnell und wir haben unseren Aufkleber schon am nächsten Tag im Reisepass.
Phnom Penh beeindruckt mich wieder einmal mit viel Sport auf den Strassen nach 4 Uhr. Es wird zu Gangnam Style im Kollektiv getanzt, aber auch an jeder Ecke Fussball, Volleyball oder Badminton gespielt. Die Stadt gibt durch ihre grosszügig angelegten Parks und Denkmälern ein angenehmes Gefühl, nach der hektischen Schraubzwinge Bangkoks.

Sport frei

Pull up desaster on both sides


Da wir noch ein paar Tage bis zum Start unseres Visums haben, hielten wir uns auch nicht viel länger dort auf sondern fuhren ins 5 Stunden entfernte Sihanoukville. Ich hatte hier im letzten Jahr bereits einige feucht fröhliche Partyerfahrungen mit Martin gesammelt, doch nachdem wir in der ersten Nacht von einer Seuche, in diesem falle unsichtbaren Bettwanzen befallen wurden, verliessen wir die Partyszene umgehend.
awwwful!

Wir suchten und fanden Linderung für unsere juckenden und mit roten Punkten uebersähten Körper am einige Kilometer entfernten Otres Beach. Es gibt hier fast ein dutzend Aussteiger die sich an diesem chilligen Beach ein Guesthouse mit kleinen Hütten oder eine Bar eingerichtet haben. Es ist noch zu früh für mich, aber hier ist ist definitiv Potenzial





Sandwichmaker
medicine